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Katzen-Impfplan 2026: Was jeder Besitzer wissen sollte

Katzen brauchen Impfungen genauso wie Hunde – dennoch halten Katzenbesitzer statistisch gesehen seltener die Auffrischungstermine ein. Unabhängig davon, ob Ihre Katze im Haus, im Freien oder beides lebt, ist das Verständnis des Impfplans für ihre langfristige Gesundheit unerlässlich.

Kernimpfstoffe für alle Katzen

Diese werden für jede Katze empfohlen, unabhängig von ihrer Lebensweise:

ImpfstoffSchützt gegenErste DosisAuffrischungen
RCPFeline virale Rhinotracheitis (Katzenschnupfen), Calicivirus, Panleukopenie (Katzenseuche)6-8 WochenAlle 3-4 Wochen bis zur 16. Woche, dann 1 Jahr später, danach alle 3 Jahre
TollwutTollwut-Virus12-16 Wochen1 Jahr später, danach alle 1-3 Jahre (variiert je nach Gesetz und Impfstofftyp)

RCP (oft auch als RCP-Kombo bezeichnet) ist eine Kombinationsimpfung, die gegen drei schwere Krankheiten schützt:

  • Rhinotracheitis (Felines Herpesvirus) – Infektion der oberen Atemwege, lebenslanger Träger nach Infektion
  • Calicivirus – Erkrankung der Mundhöhle, Infektion der oberen Atemwege
  • Panleukopenie (Katzenseuche) – Hoch ansteckend, bei Kitten oft tödlich

Wahlimpfstoffe (Lifestyle-Impfstoffe) für Katzen

Ihr Tierarzt kann diese basierend auf dem Expositionsrisiko Ihrer Katze empfehlen:

FeLV (Felines Leukämievirus / Katzenleukose)

  • Wer es braucht: Alle Kitten sowie erwachsene Katzen, die Freigang haben oder mit FeLV-positiven Katzen zusammenleben
  • Zeitplan: 2 Dosen im Abstand von 3-4 Wochen ab der 8. Woche, danach jährliche Auffrischungen
  • Warum es wichtig ist: FeLV unterdrückt das Immunsystem und kann Krebs verursachen. Es gibt keine Heilung.

FIV (Felines Immundefizienz-Virus / Katzen-AIDS)

  • Wer es braucht: Freigängerkatzen, insbesondere unkastrierte Kater, die kämpfen
  • Zeitplan: Variiert nach Empfehlung des Tierarztes
  • Warum es wichtig ist: FIV schwächt das Immunsystem im Laufe der Zeit

Bordetella

  • Wer es braucht: Katzen in Pensionen, Tierheimen oder Haushalten mit vielen Katzen
  • Zeitplan: Jährlich
  • Warum es wichtig ist: Verursacht Infektionen der oberen Atemwege

Chlamydien

  • Wer es braucht: Haushalte mit mehreren Katzen, Catteries
  • Zeitplan: Oft mit RCP kombiniert
  • Warum es wichtig ist: Verursacht Bindehautentzündungen und Atemwegsprobleme

Impfplan für Kitten (Katzenwelpen)

Kitten benötigen in ihrem ersten Jahr eine Serie von Impfungen:

  • 6-8 Wochen: Erste RCP-Impfung, FeLV-Test
  • 10-12 Wochen: Zweite RCP-Impfung, erste FeLV-Impfung (falls empfohlen)
  • 14-16 Wochen: Dritte RCP-Impfung, Tollwut, zweite FeLV-Impfung
  • 1 Jahr: RCP-Auffrischung, Tollwut-Auffrischung, FeLV-Auffrischung

Nach der Kitten-Serie wechseln die meisten Kernimpfstoffe bei gesunden erwachsenen Katzen auf einen 3-Jahres-Rhythmus.

Hauskatze vs. Freigängerkatze: Macht es einen Unterschied?

Ja, aber beide brauchen trotzdem Impfungen.

Hauskatzen benötigen:

  • RCP – Viren können an Schuhen, Kleidung oder durch andere Haustiere eingeschleppt werden
  • Tollwut – In vielen Regionen gesetzlich vorgeschrieben, zudem können Fledermäuse in Wohnungen gelangen

Freigängerkatzen benötigen zusätzlich:

  • FeLV – Expositionsrisiko durch andere Katzen
  • Je nach Umgebung potenziell FIV und Bordetella

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass Hauskatzen keine Impfungen benötigen. Das Panleukopenie-Virus kann auf Oberflächen über ein Jahr überleben und in Ihre Wohnung getragen werden. Tollwut-tragende Fledermäuse gelangen regelmäßig in Häuser. Das Risiko ist für Hauskatzen geringer, aber nicht null.

Impfüberlegungen für Senioren-Katzen

Besprechen Sie bei Katzen über 10 Jahren mit Ihrem Tierarzt:

  • Titer-Tests – Bluttests, die die vorhandene Immunität messen und potenziell unnötige Auffrischungen reduzieren können
  • Risikobewertung – Eine reine Hauskatze im Seniorenalter benötigt möglicherweise weniger Impfstoffe als eine junge Freigängerkatze
  • Gesundheitszustand – Katzen mit chronischen Erkrankungen benötigen möglicherweise angepasste Zeitpläne

So verfolgen Sie Katzenimpfungen

Allein die Kitten-Serie umfasst 6-8 separate Impfungen über 4 Monate hinweg. Danach folgen lebenslang Auffrischungen in unterschiedlichen Intervallen. Dies im Kopf zu behalten, ist unrealistisch.

Eine Impf-Tracker-App wie PokiPaw hilft Ihnen:

  • Ihren kompletten Impfplan zu sehen in einem visuellen Kalender
  • Erinnerungen vor der Fälligkeit zu erhalten – Alarme 7, 2 und 1 Tag vorher
  • Aufzeichnungen digital zu speichern für Pensionen, Reisen oder neue Tierarztbesuche
  • Mit der Familie zu teilen, damit jeder über den Zeitplan Bescheid weiß
  • Mehrere Katzen zu verwalten, falls Sie einen Mehrkatzenhaushalt haben

Sie fragen sich, ob sich die digitale Verwaltung lohnt? Lesen Sie warum jeder Tierbesitzer einen digitalen Impfpass braucht. Haben Sie auch Hunde? Hier finden Sie unseren Leitfaden zur Verfolgung von Hundeimpfungen.

Gängige Mythen über Katzenimpfungen

„Meine Hauskatze braucht keine Impfungen“

Falsch. Kernimpfstoffe (RCP, Tollwut) werden für alle Katzen empfohlen. Viren können an Schuhen, Kleidung oder durch offene Türen in Ihr Zuhause gelangen.

„Impfungen verursachen Krebs bei Katzen“

Es gibt eine sehr seltene Erkrankung namens Felines Injektionsstellen-Sarkom (FISS), die mit einigen Impfstoffen in Verbindung gebracht wird. Das Risiko liegt bei etwa 1 zu 10.000-30.000 Impfungen. Ihr Tierarzt minimiert dieses Risiko, indem er die Injektionsstellen wechselt und, falls verfügbar, adjuvantienfreie Impfstoffe verwendet. Der Schutz, den Impfstoffe bieten, überwiegt dieses geringe Risiko bei weitem.

„Einmal als Kitten geimpft, ist meine Katze lebenslang geschützt“

Falsch. Die meisten Impfstoffe erfordern Auffrischungen. Die Immunität lässt im Laufe der Zeit ohne Verstärkung nach.

„Meine Katze hatte eine Reaktion, also gibt es keine Impfungen mehr“

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Er kann Medikamente vorab geben, die Impfstoffmarke wechseln oder den Zeitplan anpassen. Eine leichte Reaktion (Lethargie, leichtes Fieber) ist häufig und bedeutet nicht, dass zukünftige Impfungen komplett ausgelassen werden sollten.

Was nach der Impfung zu erwarten ist

Normale Reaktionen (klingen innerhalb von 24-48 Stunden ab):

  • Leichte Lethargie
  • Leichte Appetitlosigkeit
  • Leichtes Fieber
  • Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle

Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Schwellung an der Einstichstelle, die länger als 3 Wochen anhält
  • Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall
  • Atembeschwerden oder Schwellungen im Gesicht (selten, suchen Sie sofort einen Notdienst auf)
  • Knoten an der Einstichstelle, die wachsen oder länger als einen Monat bestehen bleiben

Protokollieren Sie alle Reaktionen in den Gesundheitsdaten Ihres Haustieres – diese Informationen helfen Ihrem Tierarzt, bessere Entscheidungen über zukünftige Impfungen zu treffen.

Fazit

Katzenimpfungen sind unkompliziert, geraten aber leicht in Vergessenheit – insbesondere die Auffrischungen, die alle 1 bis 3 Jahre anstehen. Ein digitaler Tracker nimmt Ihnen das Rätselraten ab.

Laden Sie PokiPaw kostenlos herunter und richten Sie noch heute den Impfkalender Ihrer Katze ein. Mit visuellen Zeitachsen und intelligenten Erinnerungen verpassen Sie nie wieder eine Auffrischung.

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